Navigation und Service

Direkt zu:

Frieden und Wohlstand für morgen ist nicht mehr zu erreichen, wenn wir in Deutschland nicht entschiedener umsteuern und unsere ganze Kraft für mehr Nachhaltigkeit einsetzen – in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rates

Marlehn Thieme

Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist die einzige Option für verantwortliches globales Handeln, die unsere Ökosysteme schützt und damit das Überleben künftiger Generationen sichert.

Olaf Tschimpke, Stellvertretender Vorsitzender des Rates

Olaf Tschimpke

Die Messung von Nachhaltigkeit und die Identifikation von Wirkungszusammenhängen sind wesentliche Erfolgsfaktoren, um das Thema in Unternehmen und auf Kapitalmärkten zu etablieren.

Prof. Dr. Alexander Bassen, Mitglied des Rates

Prof. Dr. Alexander Bassen

Die Fehler der Vergangenheit vermeiden heißt, dem Fortschritt eine Richtung geben: das Leitbild Nachhaltige Entwicklung taugt als Kompass für technische wie soziale Innovationen auf lokaler, nationaler und globaler Ebene.

Ulla Burchardt, Mitglied des Rates

Ulla Burchardt

Mit den globalen Nachhaltigkeits- und Klimaschutzzielen sind die langfristigen Meilensteine gesetzt. Jetzt müssen wir ehrlich diskutieren, was Staat, Wirtschaft und Bürger leisten können und müssen, um diese umzusetzen.

Kathrin Menges, Mitglied des Rates

Kathrin Menges

Deutschland hat mit Milliarden-Investitionen grünen Strom günstig und damit global wettbewerbsfähig gemacht. Auf der zweiten Stufe der Energiewende müssen nun Wärme, Mobilität und Strom auf Basis erneuerbarer Energien gekoppelt werden.

Alexander Müller, Mitglied des Rates

Alexander Müller

Die Idee der Nachhaltigkeit ist zentral für eine zukunftsfähige, innovative Wirtschaft und unabdingbar für eine Gesellschaft, die Lebensqualität langfristig sichern will. Deshalb gilt es, die drei Säulen der Nachhaltigkeit – Ökonomie, Ökologie und Soziales – zusammen zu denken.

Katherina Reiche, Mitglied des Rates

Katherina Reiche

Die nachhaltige Wahl muss zur einfachen Wahl werden.

Prof. Dr. Lucia A. Reisch, Mitglied des Rates

Prof. Dr. Lucia A. Reisch

Nachhaltige Entwicklung erfordert größtmögliche Gemeinsamkeiten ebenso wie die Akzeptanz von Unterschieden.

Dr. Werner Schnappauf, Mitglied des Rates

Dr. Werner Schnappauf

Nachhaltige Entwicklung erfordert heute eine Agenda, die globale und nationale Ziele und Politiken explizit miteinander verschränkt und der globalen Kooperation einen deutlichen Schub gibt.

Dr. Imme Scholz, Mitglied des Rates

Dr. Imme Scholz

In der Forstwirtschaft haben wir vor Jahrhunderten gelernt, wie wichtig der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen ist. Erfahrungswissen, Aufgeschlossenheit für Neues und Demut vor der Natur können auch anderen Branchen helfen.

Prof. Dr. Ulrich Schraml, Mitglied des Rates

Prof. Dr. Ulrich Schraml

Die Städte werden künftig noch stärker Zentren technischer und gesellschaftlicher Innovationen, aber auch von sozialen und ökologischen Herausforderungen sein. Umso wichtiger sind die Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung unserer Städte.

Prof. Dr. Wolfgang Schuster, Mitglied des Rates

Prof. Dr. Wolfgang Schuster

Wir brauchen mutige politische Entscheidungen, die weniger Wachstum und mehr Nachhaltigkeit belohnen, die Gemeinwohl statt Gewinnstreben fördern.

Prof. Dr. Hubert Weiger, Mitglied des Rates

Prof. Dr. Hubert Weiger

Die Nachhaltigkeitsentwicklungsziele der UN stellen die Vision einer grundlegenden sozial-ökologischen Transformation dar. Sie sind keine entwicklungspolitische oder umweltpolitische Fachaufgabe, sondern binden alle Kabinettsmitglieder.

Heidemarie Wieczorek-Zeul, Mitglied des Rates

Heidemarie Wieczorek-Zeul
MenübuttonMenübutton

Inhalt

Dialog „Nachhaltige Stadt“ – Oberbürgermeister für nachhaltige Entwicklung in Kommunen

Kurzfassung

Seit Anfang 2010 treffen sich auf Einladung des Rates für Nachhaltige Entwicklung Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister (im Folgenden „Oberbürgermeister“) von rund dreißig deutschen Städten zu einem Dialog über strategische Fragen der „Nachhaltigen Stadt“. Die Oberbürgermeister setzen sich auf besondere Art und Weise für eine nachhaltige Entwicklung in ihren Städten ein. Sie tauschen ihre eigenen Ansätze als politisch Verantwortliche aus und gehen der Frage nach, wie kommunale Nachhaltigkeitspolitik mehr Profil und Gewicht auch in der Bundespolitik erlangen kann.

2015 haben sich die Oberbürgermeister umfassend mit sozialen und ökologischen Aspekten bei der Versorgung mit Wohnraum, mit nachhaltigen Kommunalfinanzen und einer nachhaltigen Mobilität beschäftigt. Die Grundlage hierfür lieferte das Deutsche Institut für Urbanistik mit der im Auftrag des Nachhaltigkeitsrates erarbeiteten Studie „Städte auf Kurs Nachhaltigkeit“ (PDF, 3385 KB). Im August 2015 haben die Oberbürgermeister zudem eine Neuauflage ihrer erstmals 2010 verabschiedeten „Strategischen Eckpunkte für eine nachhaltige Entwicklung in Kommunen“ (PDF, 1801 KB) vorgelegt – ein Grundsatzdokument mit Selbstverpflichtungen der Oberbürgermeister sowie Forderungen an Bund und Länder. Weitere Publikationen waren „Mit starken Kommunen die Energiewende zur Erfolgsstory machen“ (PDF, 3220 KB) (2013) und die ebenfalls vom Deutschen Institut für Urbanistik erarbeitete Publikation „Städte für ein nachhaltiges Deutschland“ (PDF, 2755 KB) (2011), die Fragen des kommunalen Nachhaltigkeitsmanagements behandelt und konkrete Umsetzungsbeispiele liefert. Der RNE unterstützt und ermöglicht den Dialogprozess der Oberbürgermeister.

Am Dialog „Nachhaltige Stadt“ beteiligt sind derzeit:

Oberbürgermeister Andreas Bausewein, Erfurt
Oberbürgermeister Andreas Brand, Friedrichshafen
Oberbürgermeister Uli Burchardt, Konstanz
Oberbürgermeister Peter Feldmann, Frankfurt am Main
Oberbürgermeister Peter Gaffert, Wernigerode
Oberbürgermeister Thomas Geisel, Düsseldorf
Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, Augsburg
Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Osnabrück
Oberbürgermeister Burkhard Jung, Leipzig
Oberbürgermeister Thomas Kufen, Essen
Oberbürgermeister Markus Lewe, Münster
Oberbürgermeister Jörg Lutz, Lörrach
Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann, Rheine
Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Lüneburg
Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Nürnberg
Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Karlsruhe
Oberbürgermeister Boris Palmer, Tübingen
Oberbürgermeister Jochen Partsch, Darmstadt
Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp, Ravensburg
Oberbürgermeister Dieter Reiter, München
Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Köln
Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon, Freiburg
Oberbürgermeister Stefan Schostok, Hannover
Dr. Wolfgang Schuster, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart a.D. und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung
Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Dortmund
Oberbürgermeister Werner Spec, Ludwigsburg
Oberbürgermeister Ashok Sridharan, Bonn
Oberbürgermeister Bernd Tischler, Bottrop
Oberbürgermeister Dr. Manfred Wilde, Delitzsch
Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Heidelberg

Inhalte

Strategische Eckpunkte für eine nachhaltige Entwicklung in Kommunen

Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig - Foto: Andr© Wagenzik, © Rat für Nachhaltige Entwicklung
Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig - Foto: Andr© Wagenzik, © Rat für Nachhaltige Entwicklung

Wir richten unsere Politik an den Grundsätzen der Nachhaltigkeit aus. Wir sind überzeugt: Erst die Praxis einer integrierten, nachhaltigen Stadtentwicklung, die ökologische, ökonomische und soziale Belange gleichberechtigt und auf der Grundlage generationengerechter Finanzen betreibt, schafft die Basis für die Zukunft unserer Städte. Wir wollen unsere – durchaus auch unterschiedlichen – Ansätze ausbauen. In der Nachhaltigkeitspolitik muss die kommunalpolitische Verantwortung und Praxis größeres Gewicht erhalten.
Die Eckpunkte für eine nachhaltige Stadtentwicklung verstehen sich als Beitrag zur Fortschreibung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie 2016. Wir fordern die Bundesregierung auf, diese zu berücksichtigen.

Unsere vier Eckpunkte

von links: Salomon, Jung, Spec, Repnik - Foto: Andr© Wagenzik, © Rat für Nachhaltige Entwicklung
von links: Salomon, Jung, Spec, Repnik - Foto: Andr© Wagenzik, © Rat für Nachhaltige Entwicklung

Wir bekennen uns als Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister zu unserer Verantwortung für das Ganze:

I Nachhaltigkeit muss von den Menschen her gedacht werden: konkret, lebendig, zupackend, mit Perspektive und gemeinsam mit den Menschen, die sich in zunehmendem Maße die Idee der Nachhaltigkeit zu eigen machen. Deshalb setzen wir auf Dialog, Partizipation und die Unterstützung der Entwicklung von Handlungskompetenzen zur Übernahme von Verantwortung und geben der Nachhaltigkeit durch konkrete Projekte vor Ort ein Gesicht.

II Nachhaltigkeit bedeutet, nicht mehr Ressourcen zu nutzen, als sich laufend erneuern – auch in finanzieller Hinsicht. Deshalb setzen wir uns für einen ausgeglichenen Haushalt und den Schuldenabbau zugunsten kommender Generationen ein und fordern eine strukturelle Stärkung der Kommunen. Wir fordern, die Schieflage der Kommunalfinanzen aufgrund von Aufgabenverlagerungen ohne ausreichende Gegenfinanzierung durch ein faires Gemeindefinanzierungssystem zu korrigieren, das die Einnahme- und die Ausgabeseite der Kommunen neu justiert.

III Eine nachhaltige Entwicklung erfordert die Integration der Ressorts und Sachfragen in eine große Perspektive. Deshalb machen wir Nachhaltigkeit zur Chefsache und integrieren diese Querschnittsaufgabe in Politik und Verwaltung. Wir setzen uns dafür ein, dass das Nachhaltigkeitsmanagement – wo immer es Praxis wird – von Grundsätzen und Regeln geleitet wird. Die Bundesregierung sollte hierbei im Rahmen der Fortschreibung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie 2016 vorangehen.

IV Die nachhaltige Entwicklung erfordert, dass alle staatlichen Ebenen an einem Strang ziehen und partnerschaftlich auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Die Verabschiedung von universell gültigen Nachhaltigkeitszielen (SDG) der Vereinten Nationen und die Vielzahl von Nachhaltigkeitsstrategien im föderalen Konzert stellen neue und erhebliche Anforderungen an Abstimmung, Koordination und Beteiligung zwischen den Ebenen. Wir wollen uns daran beteiligen, fordern aber die Bundesregierung auf, hierfür bessere Bedingungen zu schaffen, da ihr eine Leitfunktion zukommt. Wir sehen in einem globalen Nachhaltigkeitsziel für Städte eine wichtige Stärkung der Rolle der Kommunen und fordern die Bundesregierung auf, uns bei der Umsetzung dieses Ziels zu unterstützen.

„Strategischen Eckpunkte für eine nachhaltige Entwicklung in Kommunen“ (PDF, 1801 KB)

Schluss mit Wohnungsknappheit, steigenden Mieten und Verdrängung: Oberbürgermeister und Difu zeigen Wege nachhaltiger Stadtentwicklung

Die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum gehört ganz oben auf die politische Tagesordnung – das sagen 30 Oberbürgermeister, die sich im Rahmen des Dialogs „Nachhaltige Stadt“ mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Bis vor zwei Jahren war die Neubautätigkeit auf ein historisches Tief gesunken. In vielen Städten entstanden fast nur noch hochpreisige Eigentums- oder Mietwohnungen in guten Lagen. Deswegen und aufgrund der wachsenden Beliebtheit des urbanen Wohnens sowie des Drängens neuer Kapitalmarktakteure auf den Immobilienmarkt ist in vielen Städten die Nachfrage nach Wohnraum massiv gestiegen – und die Preise sind es ebenso. Die Knappheit wird sich perspektivisch weiter zuspitzen. Bereits heute ist es in einigen Ballungsgebieten für viele Menschen schwierig, angemessenen Wohnraum zu finden. Insbesondere in zentralen Lagen nimmt der Konkurrenzdruck zu, nicht nur zwischen den Wohnraumsuchenden, sondern auch zwischen verschiedenen Nutzungen: Ist der Erhalt grüner Freiflächen wichtiger, die Schaffung von Wohnraum, Platz für Gewerbeansiedlungen oder für Angebote des Einzelhandels und der Gastronomie?

Vor diesem Hintergrund haben sich 30 Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister, die am Dialog „Nachhaltige Stadt“ des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) teilnehmen, umfassend mit Fragen der sozial gerechten und ökologisch verträglichen Versorgung mit Wohnraum befasst. Grundlage hierfür lieferte das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) mit seiner aktuellen Studie „Städte auf Kurs Nachhaltigkeit“ (PDF, 3385 KB), die sich auch mit den Themen nachhaltige kommunale Finanzen und nachhaltige Mobilität befasst.

Die Studie bildet den Stand der wissenschaftlichen Diskussion ab und nimmt Bezug auf aktuelle Positionspapiere der Kommunen sowie auf Interviews, die das Difu mit den Oberbürgermeistern führte. Darin beschreiben die Wissenschaftler die Herausforderungen und mögliche Lösungswege.

Das gemeinsame Statement „Notwendiger denn je – gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung in Kommunen“ (S. 86 ff.) als Schlussfolgerung aus der Difu-Studie unterzeichneten die Oberbürgermeister von Augsburg, Bad Homburg, Bonn, Bottrop, Darmstadt, Delitzsch, Düsseldorf, Erfurt, Essen, Frankfurt am Main, Freiburg, Friedrichshafen, Hannover, Heidelberg, Karlsruhe, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Lörrach, Ludwigsburg, Lüneburg, Münster, Norderstedt, Nürnberg, Osnabrück, Ravensburg, Rheine, Tübingen und Wernigerode.

Darin heißt es: „Unser Ziel ist es, aktiv der Spirale aus Wohnungsknappheit, Preissteigerungen und Verdrängung entgegenzuwirken, um qualitativ angemessenen und vor allem bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Wir achten auf eine sozial verträgliche Erneuerung des Wohnungsbestands und fördern den sozialen Wohnungsneubau.“
Gleichzeitig wollen die Oberbürgermeister die energetische Verbesserung des Gebäudebestands kontinuierlich vorantreiben. Sozial gerechte Wohnraumversorgung müsse immer in Verbindung mit einer ökologischen Perspektive auf innerstädtische Grünflächen und Landschaft gesehen werden.
Auch die menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen steht ganz oben auf der Agenda. Die Oberbürgermeister bekennen sich dazu, eine Willkommenskultur in ihren Städten zum dauerhaften Anliegen der Stadtspitze zu machen. „Die menschenwürdige Unterbringung der Flüchtlinge hat oberste Priorität, ist ein wesentlicher Baustein der Integrationspolitik und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

Ein weiteres Ergebnis aus der Arbeit des Dialoges „Nachhaltige Stadt“ ist die aktualisierte Neuauflage der erstmals 2010 erschienenen Grundsatzpublikation „Strategische Eckpunkte für eine nachhaltige Entwicklung in Kommunen“ (PDF, 1801 KB). Darin verpflichten sich die Oberbürgermeister, ihre Politik an den Prinzipien der Nachhaltigkeit auszurichten. Dazu gehört beispielsweise eine umfassende Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an wichtigen Themen der Stadtpolitik, die Schaffung generationengerechter Finanzhaushalte und die stärkere Berücksichtigung von Nachhaltigkeit im Beschaffungs- und Vergabewesen. Bei größeren Investitionsprojekten sollen die Kosten geprüft werden, die sich auf den gesamten Lebenszyklus der Maßnahmen beziehen. Die Oberbürgermeister richten sich in den Strategischen Eckpunkten auch mahnend an die Bundesregierung und die Länder: Sie seien bereit, sich die nationale Nachhaltigkeitsstrategie und die Strategien der Länder als Richtschnur zu eigen zu machen. Umgekehrt erwarteten sie aber, dass die Bundesregierung und Länder ihre Politiken stärker als bisher an dieser Richtschnur ausrichten. Sie sollten gesetzliche Regelungen, Fiskalpolitik und Förderprogramme stärker als bisher am Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung und generationengerechter Finanzen ausrichten.

Difu-Studie „Städte auf Kurs Nachhaltigkeit“ (PDF, 3385 KB)

Kommunale Energiewende

Im Juni 2013 erschien „Mit starken Kommunen die Energiewende zur Erfolgsstory machen“ (PDF, 3220 KB). In dieser Publikation zeigen die Oberbürgermeister, wie sie den Beschlüssen von Bundesregierung und Bundesrat vom Juni 2011 und damit der Herausforderung „Energiewende“ in Ihren Kommunen begegnen und wo seitens des Gesetzgebers dringender Handlungsbedarf besteht. Da es nicht den einen richtigen Weg, sondern eine Vielfalt von richtigen Wegen der kommunalen Energiepolitik gibt, betonen die Teilnehmer des Dialogs den Wert gegenseitigen Lernens und die Erforderlichkeit von der Bundespolitik mehr Unterstützung für kommunale Energiewenden zu erfahren.

© Foto: Kommunales Energiemanagement Stadt Nürnberg
© Foto: Kommunales Energiemanagement Stadt Nürnberg

Wo die Oberbürgermeister Handlungsbedarf sehen:

  • Die Kommunen wollen die Herausforderungen der Energiewende mit einer lebendigen und starken kommunalen Daseinsvorsorge meistern, denn auch die sichere Versorgung der Menschen mit Licht, Wärme und Strom ist auf diese Weise gelungen.
     
  • Die kommunale Selbstverwaltung unterstützt am besten die innovativen und lebensnahen sowie regionalen und dezentralen Lösungen zur Energiewende. Allerdings muss die Politik in Bund und Ländern sicherstellen, dass sie bei allen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen regelmäßig und konsequent die Kommunen stärkt.
     
  • Wir verstehen die Energiewende als Gemeinschaftswerk – in unseren Kommunen und in Deutschland. Deshalb sprechen wir uns für eine Verstärkung der vertikalen Vernetzung von EU, Bund, Ländern, Kommunen und Regionen aus.
     
  • Die Einsparung und effiziente Nutzung von Energie sowie eine noch immer ausstehende Energiewende in der Mobilität und in der Wärmeversorgung müssen von der Energiewende-Politik genauso intensiv einbezogen werden wie die Stromherstellung und -nutzung. In unseren Kommunen haben wir zahlreiche Beispiele für diesen weiten Ansatz. Bund und Länder sind gefordert, diesen ebenfalls aufzugreifen und zu einer generellen Vorgabe für die Politik zu machen.
     
  • Von einem künftigen Energiemarktdesign erwarten wir ein stimmiges Verhältnis zwischen Erzeugungskapazitäten und dem Aus- und Umbau der Netze, Systemstabilität, Versorgungssicherheit, erhöhte Kosteneffizienz und die Einhaltung der Klimaschutzziele.
     
  • Eine klare, verlässliche Programmatik ist eine Voraussetzung für Investitionen in die Energiewende. Dies betrifft den Ausbau der erneuerbaren Energien ebenso wie Investitionen in Netze und Speicherkapazitäten. Die Bundesregierung soll dafür sorgen, dass insbesondere schnell regelbare Gas- und Dampfkraftwerke, die die fluktuierende Einspeisung erneuerbarer Energien ausgleichen können, wirtschaftlich sind.
     
  • Die umfassende Beteiligung der Bürgerschaft und der Wirtschaft stellt eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende dar. Kommunen können dazu einen bedeutenden Beitrag leisten. Die Bundesregierung soll die Kommunen noch stärker an der Bedarfsplanung und am Ausbau der Übertragungsnetze beteiligen. Neue Partizipationsformen sollen ermöglichen, dass Menschen sich überall und systematisch an der Finanzierung des Netzausbaus beteiligen können.

Städte für ein nachhaltiges Deutschland

© Foto: Franz Bischof
© Foto: Franz Bischof

Zum Juni 2011 hat das Deutsche Institut für Urbanistik auf Veranlassung der Oberbürgermeister die Publikation „Städte für ein nachhaltiges Deutschland – gemeinsam mit Bund und Ländern für eine zukunftsfähige Entwicklung“ (PDF, 2755 KB) erarbeitet. Anknüpfend an die „Strategischen Eckpunkte“ zeigt die Publikation erfolgreiche Umsetzungsbeispiele aus den beteiligten Städten. Diese Beispiele sollen zum Nachahmen und Weitermachen ermutigen. Die Oberbürgermeister machen mit der Publikation jedoch auch deutlich, dass eine konsequente Nachhaltigkeitspolitik besserer Rahmenbedingungen bedarf. Sie wenden sich an den Bund und die Länder und fordern einen intensiveren partnerschaftlichen Dialog auf Augenhöhe.

Dokumente/Fotos

Positionspapier:

Vorschaubild: PDF

Positionen zur Nachhaltigkeit - Beschluss des Oberbürgermeister Dialoges Nachhaltige Stadt vom 15. März 2017

Download PDF 57 KB

Download der Broschüren:

Vorschaubild: PDF

Städte auf Kurs Nachhaltigkeit - Wie wir Wohnen, Mobilität und kommunale Finanzen zukunftsfähig gestalten (PDF, 3385 KB) 16.09.2015

Erarbeitet vom Deutschen Institut für Urbanistik auf Veranlassung der am Dialog „Nachhaltige Stadt“ beteiligten Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister, texte Nr. 50, August 2015 [deutsch]

Download PDF 3.3 MB

Vorschaubild: PDF

Strategische Eckpunkte für eine nachhaltige Entwicklung in Kommunen (PDF, 1801 KB) 16.09.2015

Zweite, vollständig überarbeitete, erweiterte und aktualisierte Auflage, texte Nr. 49, August 2015 [deutsch]

Download PDF 1.8 MB

Vorschaubild: PDF

Strategic Cornerstones for Sustainable Development in Municipalities (PDF, 2310 KB) 15.09.2015

Second, fully revised, extended and updated edition, text no. 49, August 2015 [English]

Download PDF 2.3 MB

Vorschaubild: PDF

Mit starken Kommunen die Energiewende zur Erfolgsstory machen (PDF, 3220 KB) 17.06.2013

erarbeitet von Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern im Rahmen des Dialogs „Nachhaltige Stadt“, texte Nr. 43, Mai 2013 [deutsch]

Download PDF 3.1 MB

Vorschaubild: PDF

Making the Energiewende a success story thanks to strong local authorities (PDF, 3097 KB) 16.06.2013

Drafted by Lord Mayors as part of the ”Sustainable City“ dialogue, text No. 43, May 2013 [English, download only]

Download PDF 3.0 MB

Vorschaubild: PDF

(Chinese Version, Energiewende) (PDF, 1924 KB) 16.06.2013

Drafted by Lord Mayors as part of the ”Sustainable City“ dialogue, text No. 43, May 2013 [Chinese, download only]

Download PDF 1.9 MB

Vorschaubild: PDF

Städte für ein nachhaltiges Deutschland - Gemeinsam mit Bund und Ländern für eine zukunftsfähige Entwicklung (PDF, 2755 KB) 14.06.2011

Erarbeitet vom Deutschen Institut für Urbanistik auf Veranlassung der Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister des Dialogs „Nachhaltige Stadt“, texte Nr. 36, Juni 2011 [deutsch] (vergriffen)

Download PDF 2.7 MB

Vorschaubild: PDF

Strategische Eckpunkte für eine nachhaltige Entwicklung in Kommunen (PDF, 2127 KB) 13.10.2010

Erarbeitet von Oberbürgermeistern im Rahmen des Dialogs „Nachhaltige Stadt“, texte Nr. 33, Oktober 2010 [deutsch] (vergriffen)

Download PDF 2.1 MB

Vorschaubild: PDF

Strategic Cornerstones for Sustainable Development in Municipalities (PDF, 3149 KB) 12.10.2010

Drafted by Lord Mayors as part of the “Sustainable City” dialogue, text No. 34, October 2010 [English] (vergriffen)

Download PDF 3.1 MB

Diese Broschüren können Sie ebenfalls mithilfe eines Online-Formulars kostenlos bestellen.

Stellungnahme:

Vorschaubild: PDF

Vier Impulse des Nachhaltigkeitsrates für die Beratungen des Staatssekretärsausschusses zum Thema "Nachhaltige Stadt" (PDF, 69 KB) 13.02.2015

Download PDF 69 KB

Pressefotos zum Dialog „Nachhaltige Stadt“ am 13.05.2011

Treffen von Vertretern der Initiative „Dialog nachhaltige Stadt“ und des Rates für Nachhaltige Entwicklung mit dem Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Peter Ramsauer am 13.05.2011 in Berlin.
Fotos: Hans-Peter König, © BMVBS

Download aller Fotos als ZIP-komprimiertes Archiv
(15,3MB, sechs JPG-Dateien)

Pfeil nach oben